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Die Forschung wird in den letzten Jahren zunehmend durch Rankings, Bewertungen und weitere quantitative Indikatoren charakterisiert. Diese bestimmen in immer stärkerem Masse, wer als förderungswürdig gilt und wer nicht, und welche Forschung als exzellent gilt und welche nicht. Darüber, dass die Exzellenz in der Forschung ein zentrales Kriterium ist, sind sich alle einig – über deren Definition hingegen herrscht nicht immer Konsens.

Der in der Forschungswelt wohl meistverbreitete Indikator ist der sogenannte Impact Factor. Dieser gibt mit einer simplen Zahl an, wie häufig die Artikel in einer bestimmten Zeitschrift im Durchschnitt von anderen wissenschaftlichen Artikeln zitiert werden. Er sagt somit nichts über den Inhalt und die Qualität eines spezifischen Artikels einer Zeitschrift aus, sondern lediglich etwas über die Bedeutung einer Zeitschrift als Ganzes. So erstaunt es also wenig, dass immer mehr renommierte Forschende den Umgang mit solchen Indikatoren in Frage stellen. Vor allem wenn es sich um die Bewertung von einzelnen Arbeiten oder gar Forschenden handelt.

Auch der Schweizer Chemiker und Nobelpreisträger Richard Ernst hat bereits im Jahre 2010 in einem Kommentar vor dem Missbrauch von Zitationsindikatoren gewarnt und zugleich Verbesserungsvorschläge gemacht*: Er forderte, man solle die Benutzung von solchen Zitationsindikatoren komplett abschaffen und eine öffentlich zugängliche Webseite erstellen, auf der alle Institutionen, Zeitschriften und Personen aufzuführen seien, die sich bei ihrer Evaluation weiterhin auf solche Indikatoren bezögen; eine Art schwarze Liste der Forschungswelt also.

Während diese Massnahmen vor vier Jahren noch ziemlich radikal anmuteten, scheinen sie heute langsam eine Mehrheit zu finden. So haben sich Ende 2012 über 200 international angesehene Organisationen und Publikationshäuser in San Francisco zusammengeschlossen, um eine Serie von Empfehlungen zu verabschieden, die genau in diese Richtung zielen. Die mit dem Namen DORA (Declaration of Research Assessment) bekannt gewordene Deklaration wurde mittlerweile weltweit von über 10’000 Personen und mehr als 400 Organisationen unterschrieben. Im Juni hat sich auch der SNF den Unterzeichnenden angeschlossen. Der SNF verspricht damit, dass bei der Gesuchsevaluation Indikatoren in Zukunft nicht einfach „blind“, sondern mit Augenmass eingesetzt werden.

Als Präsident des Forschungsrats des SNF bin ich davon überzeugt, dass der SNF mit der Unterzeichnung dieser Deklaration einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Kein isolierter Indikator kann nämlich die Bedeutsamkeit einer Forscherin oder eines Forschers vollumfänglich beschreiben. Entsprechend kann auch die Beurteilung der Qualität von Wissenschaft nicht durch eine einzelne Messgrösse erfolgen.

Martin Vetterli
Präsident des Nationalen Forschungsrats des SNF


* The Follies of Citation Indices and Academic Ranking Lists, Richard Ernst, CHIMIA 64, 2010

2 Kommentare

  • Fillip Port

    Freitag, 18. Juli 2014 10:43:38

    Das ist wirklich eine grossartige Entscheidung des SNF. Ich hoffe der Ratifizierung werden bald konkrete Schritte folgen die Sicherstellen das nicht aussagekräftige Indikatoren wie Impact Factor bei der Vergabe von Fördermitteln keine Rolle mehr spielen. Es sind Organisationen wie der SNF die wirklich etwas bewegen können. Die Wissenschaft wird sehr profitieren, wenn Forschende davon überzeugt werden können das entscheidend für ihre Karriere ist WAS sie publizieren und nicht WO sie publizieren. Die steigende Anzahl von Artikeln die zurückgezogen werden muessen, insbesondere in high impact factor journals, spricht Bände darüber wohin der Druck in renommierten Zeitschriften zu publizieren führt.

    Es bleibt allerdings die Frage welche Indikatoren angewendet werden sollen um die Arbeit einzelner Forscher zu beurteilen. Eine Möglichkeit wäre zu bewerten wie oft einzelne Artikel zitiert werden. Dies ist allerdings erst nach einigen Jahren aussagekräftig und die absolute Anzahl von Zitaten hängt stark vom Fachgebiet ab. Eine andere oft genannte Idee ist das einzelne Publikationen nach ihrer Veröffentlichung von Kollegen bewertet werden (post publication peer review). Obwohl die Infrastruktur dazu vorhaden ist, zum Beispiel durch Dienste wie Pubmed commons, wird sie kaum verwendet. Ein Grund dafuer ist vermutlich, dass Forschende nicht bereit sind dafür Zeit aufzuwenden, da dadurch kein Nutzen für sie entsteht. Es wäre begrüssenswert wenn der SNF überlegen würde wie er dazu beitragen kann, ein besseres System zur Bewertung von wissenschaftlichen Arbeiten aufzubauen. Es wird dazu eines kulturellen Wandels unter Forschenden brauchen und der SNF ist in einer ideallen Position dazu (finanzielle) Anreize zu schaffen.

  • Stefan Hegemann

    Produkt Handwerk Schuhe personalisierte dragoner Custom Converse Freitag, 18. Juli 2014 20:14:02

    Auch ich sehe den impact factor (IPF) nur als ein Mass für die Bedeutung einer Zeitschrift und nicht einer wissenschaftlichen Arbeit und selbst dabei spielt das Themengebiet der Zeitschrift eine sehr grosse Rolle, weshalb also auch hier nur fachspezifisch verglichen werden kann. Es würde mich sehr freuen, wenn zumindest die Universitäten (wie z. B. Zürich) in der Publikationsliste für die Bewerbung um die venia legendi oder den Titularprofessor nicht mehr den IPF verlangen würden. Dann wäre auch lokal ein erster und wichtiger Schritt gemacht und damit auch der Aufbau von Publikationsdruck reduziert. Gleichzeitig sollte die Uni auch verstärkt herausfinden, wer auf welche Autorenposition gehört, bzw. sich diese aufgrund einer Machtposition erschlichen hat, was mir leider sehr bekannt ist. Dazu reicht nicht die Selbstangabe der Autoren.

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